Johannes Waldmann
Johannes Waldmann
Mein Name ist Johannes Waldmann. Ich komme aus Davensberg im Münsterland und arbeite als Lehrer. Mir ist wichtig, dass wir die Zukunftschancen für Jugendliche verbessern. Dafür setze ich mich seit 2013 im Ascheberger Gemeinderat und seit 2014 im Coesfelder Kreistag ein.

Gesunde Ernährung für Alle stärken

Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ist eine gesunde Ernährung immer wichtiger. Allerdings ist es im Alltag nicht immer einfach diese auch umzusetzen. Insbesondere Kindern und Jugendlichen muss es leichter gemacht werden, sich gesund zu ernähren, damit so ihre Zukunftschancen verbessert werden.

In diesem Blogartikel erkläre ich, wie eine gesunde Ernährung für alle Menschen erleichtert werden kann, damit ernährungsbedingte Krankheiten zurückgedrängt werden und Lebensqualität gewonnen wird.

Soziale Ungleichheit und Ernährung

Durch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen wissen wir, dass ungünstige Ernährungsgewohnheiten mit dem Bildungs- und Sozialstatus von Verbraucherinnen und Verbrauchern zusammenhängen. Bereits Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien haben durch eine ungesunde Ernährung schlechtere Zukunftschancen und leiden häufiger an ernährungsbedingten Krankheiten. Auch die Konzentrationsfähigkeit und die schulischen Leistungen werden durch die Ernährung stark beeinflusst.

In der Politik muss mehr für eine gesunde Ernährung für alle Menschen getan werden, damit die Gesundheit und Chancengleichheit steigt.

Ernährungsreport 2020

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht einen jährlichen Ernährungsreport. Dieser stützt sich auf eine repräsentative Befragung von rund 1000 Verbraucherinnen und Verbraucher durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa.

Die Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher sind sehr hoch. So sollen Lebensmittel gut schmecken und gesund sein, sowie nachhaltig und fair erzeugt werden. Zudem ist bemerkenswert, dass 86 Prozent der Befragten weniger Zucker in Fertigprodukten befürworten würden.

Zehn Regeln für eine gesunde Ernährung

Die Deutsche Gesellschaft Ernährung e.V. hat auf Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen zehn Regeln für eine gesunde Ernährung formuliert. Diese Vorschläge sind ein guter Ratgeber, der jedem Verbraucher und der Politik bei Entscheidungen eine wichtige Orientierung bietet.

Weniger Zucker, Salz und Fette

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen sich, dass Lebensmittel einfach und schnell zubereitet werden können. Deshalb haben Fertiglebensmittel eine große Bedeutung und sollten gesünder werden. Mit einer nationalen Reduktionsstrategie für Zucker, Salz und Fette und verbindlichen Zielmarken sind Verbesserungen von Fertiglebensmitteln möglich. 

Klare Nährwertkennzeichnung

Der Einkauf im Supermarkt ist für viele Menschen oft sehr unübersichtlich, denn viele sind verunsichert, welche Produkte den hohen Ansprüchen auch standhalten. Aus diesem Grund müssen weitere Vereinfachungen des bisherigen Kennzeichnungssystems erfolgen und auch im Schulunterricht muss stärkere Aufklärung im Bereich der Nährwertkennzeichnung betrieben werden.

Gesundes Essen für Kinder und Jugendliche

Der Kindergarten und die Schule sind echte Lebensräume und finden oft im ganztägigen Betrieb statt. Dies bietet große Chancen, um gesunde Ernährung stärker zu thematisieren und zu leben. Deshalb müssen die Länder flächendeckend die Ernährungsstandards in den Kindergärten und Schulen erhöhen und der Bund muss bei dieser Aufgabe mit zusätzlichen Hilfen unterstützen. Der Schulalltag zeigt an vielen Orten auch, dass die Mahlzeiten kostenlos sein sollten, damit wirklich jedes Kind das Angebot selbstverständlich wahrnehmen kann. Außerdem muss der Standard des Schulessens dabei so hoch sein, dass es die Konkurrenz anderer Angebote deutlich abhängt.

Kommunalpolitik: Gesunde Ernährung in Kindergärten und Schulen

In der Kommunalpolitik können wir nach den Sommerferien das Thema Ernährung an unseren Schulen und Kindergärten in den Fachausschüssen thematisieren und bei der zukünftigen Vergabe von Aufträgen auf die Einhaltung der Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung hingewirken. Zudem sollten sich auch die Kommunen stärker untereinander bei diesem Thema vernetzen und austauschen.

Regionale Erzeugung und Verbraucher einbeziehen

Im Ernährungsreport 2020 hat sich eine große Mehrheit der Befragten (83%) eine regionale Herkunft der Produkte gewünscht. Dieses Bedürfnis nach regionalen Produkten ist durch die Corona Krise vielerorts noch gestiegen. Gleichzeitig gibt es auch einen immer stärker werdenden Trend, an der Erzeugung von Lebensmitteln mitzuwirken. Auf dem Lüdinghauser Hof Edelbusch wird seit einiger Zeit das Konzept der Mietgärten immer stärker nachgefragt. Diese Formen einer modernen Landwirtschaft dienen dem Erhalt der Münsterländer Kulturlandschaft, geben Möglichkeiten für die Direktvermarktung und treffen die Wünsche vieler VerbraucherInnen.

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