Johannes Waldmann
Johannes Waldmann
Mein Name ist Johannes Waldmann. Ich komme aus Davensberg im Münsterland und arbeite als Lehrer. Mir ist wichtig, dass wir die Zukunftschancen für Jugendliche verbessern. Dafür setze ich mich seit 2013 im Ascheberger Gemeinderat und seit 2014 im Coesfelder Kreistag ein.

Für eine Zukunft ohne Krieg und Faschismus

Der 08. Mai ist der Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus. Das Ende des Zweiten Weltkriegs und die bedingungslose Kapitulation von Nazi-Deutschland am 08. Mai 1945 mahnen uns auch noch nach 75 Jahren: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! 

Mit einer Gedenkfeier der Friedens Freunde Dülmen e.V. haben wir an diesen Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus erinnert. Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln und mit Genehmigung der Stadt Dülmen (30 Teilnehmer durften und haben teilgenommen) konnten wir mit Friedensliedern, Gedichten, kurzen Ansprachen und Texten ein deutliches Zeichen setzen.

In diesem Blogartikel erkläre ich, wie wir unserer Verantwortung vor Ort gerecht werden können, damit nie wieder durch Krieg und Faschismus die Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen zerstört werden.

Für eine lebendige Erinnerungskultur

Es darf keinen Schlussstrich unter der Geschichte Deutschlands geben. Durch viele Projekte gelingt es, dass wir uns immer wieder neu erinnern. Im Kreis Coesfeld gibt es bereits zahlreiche Stolpersteine, die den Opfern des Holocaust gedenken. Auch wird in vielen Städten und Gemeinden die Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus aufgearbeitet.

Der Kreistag hat die wissenschaftliche Aufarbeitung der NS-Zeit im Kreis Coesfeld in Auftrag gegeben, damit auch Lehrer und Schulen auf dieses Material für den Unterricht zurückgreifen können.

Jede Schülerin und jeder Schüler sollte in der Schulzeit an einer Gedenkstättenfahrt teilnehmen, denn eine lebendige Erinnerungskultur bereichert den Alltag in unseren Schulen und sensibilisiert für die Vergangenheit.

Die Auschwitz Überlebende Esther Bejarano hat eine Initiative gestartet, um den 08. Mai zu einem gesetzlichen Feiertag zu machen. Diesen Feiertag finde ich wichtig. Das Erinnern erhält dadurch mehr Raum.

Für aktive Friedensarbeit: Global denken, lokal handeln

Die aktive Friedensarbeit ist im Kreis Coesfeld sehr vielseitig, weil durch unterschiedliche Gedenkveranstaltungen, kritische Diskussionen und Protestaktionen immer wieder der Einsatz für Frieden in das Bewusstsein gerückt wird. Auch die Kommunalpolitik unterstützt die Friedensarbeit durch den Beitritt zum Bündnis “Mayors for peace”.

Für internationale Zusammenarbeit und Solidarität

Für eine gute Zukunft müssen die Länder auf der Welt zusammenarbeiten. Der Auftrag Deutschlands ist bei dieser Aufgabe besonders groß, ob bei der Verwirklichung eines vereinten Europas, der Entwicklung der Europäischen Union, für die Ziele der Vereinten Nationen oder der OSZE: Eine gute Zukunft kann es nur durch internationale Zusammenarbeit und Solidarität geben.

Für internationale Abrüstungsabkommen

Steigende Rüstungsausgaben dürfen nicht zum Automatismus werden, deshalb halte ich internationale Abrüstungsabkommen für sehr wichtig. Durch Abrüstungsgespräche und Rüstungskontrollen kann ein Umdenken entstehen. Viele Milliarden Euro, die für Waffen ausgegeben werden, lassen sich sinnvoller in Bildung und nachhaltige Wirtschaftsformen investieren.

Für eine starke Demokratie

Unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte: „Am 8. Mai 1945 wurden wir befreit. Heute müssen wir uns selbst befreien – von neuem Nationalismus, von Hass, Hetze und Demokratieverachtung!“

Diese Worte bestärken mich darin, dass wir jeden Tag neu für unsere Demokratie eintreten müssen. Die Gespräche am Arbeitsplatz, in der Freitzeit, mit Freunden und Nachbarn sind wichtig, damit dort klar gegen rechte Parolen Stellung bezogen wird. Demokratiefeinde dürfen keinen Platz in den Parlamenten erhalten. Deshalb ist die Stimmabgabe bei Wahlen für eine demokratische Partei wichtig.

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