Johannes Waldmann
Johannes Waldmann
Mein Name ist Johannes Waldmann. Ich komme aus Davensberg im Münsterland und arbeite als Lehrer. Mir ist wichtig, dass wir die Zukunftschancen für Jugendliche verbessern. Dafür setze ich mich seit 2013 im Ascheberger Gemeinderat und seit 2014 im Coesfelder Kreistag ein.

100 Jahre: Start ins AWO Jubiläumsjahr!

Die AWO wurde am 13. Dezember 1919 von Marie Juchacz und weiteren Sozialdemokratinnen gegründet.
Unter den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege ist sie auf Grund ihrer Geschichte und ihres gesellschaftspolitischen Selbstverständnisses ein Wohlfahrtsverband mit besonderer Prägung.
In ihr haben sich Frauen, Männer und junge Menschen als Mitglieder, Förderer und ehren- sowie hauptamtlich Tätige zusammengefunden, um bei der Bewältigung sozialer Probleme und Aufgaben mitzuwirken und für eine sozial gerechte Gesellschaft einzutreten.
Das politische Ziel der Gründung war, die stigmatisierende Armenpflege des alten Kaiserregimes abzulösen und die Idee der Selbsthilfe und Solidarität in eine moderne Wohlfahrtspflege hinein zutragen. Arbeiter*innen sollten nicht länger nur Objekt der Armenpflege sein.
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 wurde die AWO verboten und zwangsweise aufgelöst. Führende Frauen und Männer der AWO wurden verfolgt. Solange es die Mittel zuließen, wurde die Hilfe für Notleidende und Verfolgte des Naziregimes in der Illegalität fortgesetzt. Marie Juchacz und viele andere mussten Deutschland verlassen, um einer Verfolgung zu entgehen. In New York gründete Marie Juchacz die Arbeiterwohlfahrt USA, um Hilfe für die Opfer des Nationalsozialismus zu leisten. Sie sorgte dafür, dass die Arbeiterwohlfahrt in die CARE-Paketaktion der Amerikaner nach Kriegsende einbezogen wurde.
Mit dem Ende des Krieges 1945, dem Zusammenbruch und der Teilung des Deutschen Reiches, begann der Wiederaufbau im von den Siegermächten besetzten Deutschland; unmittelbar nach Kriegsende auch der Neubeginn und Wiederaufbau der AWO. Sie wurde 1946 in Hannover als parteipolitisch und konfessionell unabhängige und selbständige Organisation wieder ins Leben gerufen. In der damaligen sowjetischen Besatzungszone wurde die AWO nicht mehr zugelassen.
Organisatorisch ging die AWO neue Wege. Ohne die Nähe zur sozialdemokratischen Arbeiterbewegung zu verlieren, gründete und organisierte sie sich als selbständiger Verband, der sich 1947 auf der Reichskonferenz in Kassel neue Richtlinien gab.
Die AWO ist heute flächendeckend in allen Bundesländern tätig. Mit den rasanten Veränderungen in der Berufs- und Arbeitswelt und dem Fortschritt der Technologie änderten sich auch die Aufgaben der AWO.
Der soziale Rechtsstaat, wie ihn die AWO in ihren Anfängen und ihrem Werden angestrebt hat, ist in großen Teilen Wirklichkeit geworden. Die AWO lässt jedoch nicht nach in ihren Forderungen nach Reformen und Veränderungen in der Sozialpolitik, in der Gesundheitspolitik, in der Familienpolitik und in der allgemeinen Fürsorge um den Menschen und seine soziale Sicherung. Stets hat sie ihre Forderungen den Parlamenten und Regierungen zugetragen. Daraus sind Gesetze entstanden, die Rechtsansprüche auf soziale Hilfen garantieren. Als ein Beispiel unter vielen gilt dafür die sozialrechtliche Sicherung des Pflegefallrisikos.
Die AWO hat immer neue soziale Aufgaben übernommen, die im Wandel der Gesellschaft ihren Ursprung haben. Dazu gehören die Migrationsberatung, die stationäre und ambulante Altenhilfe (auch Einrichtungen wie die Tagespflegen), die frühkindliche Bildung in den Kitas, die Offenen Ganztagsschulen, die Suchtberatung und das Ambulant Betreute Wohnen für Menschen mit psychischen und/oder Suchterkrankungen.
Grundsatz der sozialen Arbeit der AWO ist auch weiterhin die Hilfe zur Selbsthilfe.
Die AWO wird heute bundesweit getragen von

  • 333.121 Mitgliedern
  • 65.629 ehrenamtlichen Mitarbeitenden (Helfer*innen)
  • 211.727 hauptamtlichen Mitarbeitenden
  • Die AWO unterhält in allen Bundesländern
  • über 13.000 Einrichtungen und Dienste/Dienstleistungen

Zum AWO Unterbezirk-Münsterland-Recklinghausen gehören

  • 2800 Mitarbeiter*innen an 300 Standorten

Der Kreisverband Coesfeld zählt

  • Rund 700 Mitglieder in 7 Ortsvereinen

Die AWO ist im Kreis Coesfeld in diesen sozialen Einrichtungen und Diensten tätig:

    • 5 Kitas
    • 8 Offene Ganztagsschulen
    • Ganztagsangebote in der Sekundarstufe I
    • Migrationsberatung
    • Ambulant Betreutes Wohnen für Menschen mit psychischen Erkrankungen und/oder Suchterkrankungen
    • Sucht- und Drogenberatung
    • Reisen, Kur und Erholung

Das Jubiläumsjahr steht bundesweit unter dem Motto Echt AWO. Seit 1919. Erfahrung für die Zukunft. Haupt- und ehrenamtliche AWO-Einrichtungen haben sich in diesem Jahr intensiv mit den Planungen des Jubiläums befasst. Viele Aktionen und Veranstaltungen werden über den gesamten Unterbezirk und das gesamte Jahr hinweg stattfinden.
Der AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen lässt zum Jubiläumsjahr einen Erklär-Film für Kinder produzieren, der die AWO und ihre Werte vorstellt.
Im Kreis Coesfeld findet am 07. September von 11 bis 17 Uhr ein großes Jubiläumsfest auf der Burg Lüdinghausen statt!

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